Bürgerliste Rhein-Selz

Interview Feigel

Wolfgang Feigel

Wolfgang Feigel

Wolfgang Feigel, Sie sind 58 Jahre, verheiratet und haben einen Sohn. Wie wichtig ist Ihnen die Familie?

Meine Familie hat bei mir mittlerweile oberste Priorität, leider habe ich das sehr spät erkannt und bis vor einigen Jahren immer den Beruf vorne an gestellt, u.a. mit 2 Jahren Arbeit in Nordrhein-Westfalen, während dieser Zeit habe ich die ganze Woche dort gewohnt und mir nur ein paar Stunden am Wochenende für meine Familie genommen.

Sie waren 16 Jahre im Hahnheimer Gemeinderat, davon lange Zeit als Beigeordneter und in fast allen Ausschüssen mit eingebunden. Warum jetzt Bürgerliste Rhein-Selz?

Eigentlich wollte ich mit Politik überhaupt nichts mehr am Hut haben, da mir die letzten Kommunalwahlen in meinem Heimatort aufgezeigt haben, wie sehr eigentlich der Fraktionszwang in Zusammenhang mit Parteienproporz und Machtgelüsten auch in kleinen Kommunen vorherrschen. Hinzu kam noch die fehlende Oppositionskompetenz innerhalb meiner
Wählergruppe, gepaart  mit fehlendem Willen zur Zusammenarbeit innerhalb der Fraktion, nicht zu vergessen die internen Grüppchenbildungen, die einer Partei oder Wählergruppe nie gut tun. Da dies auf VG-Ebene nicht besser zu schein scheint, wie mir fast täglich vor Augen geführt wird, habe ich mich nach etlichen Anfragen von Bürgermeistern und langjährigen Ratsmitgliedern innerhalb der Verbandsgemeinde doch dazu entschlossen, mich wieder etwas politisch zu betätigen, um mit dazu beizutragen, den dortigen Parteienklüngel vielleicht doch etwas ärgern zu können, denn auch hier geht es i. d. R. vielfach um Machtgehabe und nicht um das Gemeinwohl aller Bürger.

Als selbständiger Unternehmer sind sie gewohnt, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für die Entscheidungen zu übernehmen. Zeichnet das auch Ihre politische Aktkivität aus?

Dies wird auf alle Fälle meine Aktivitäten in der sicherlich erfolgreichen, weil  bürgernahen Bürgerliste Rhein-Selz auszeichnen, da ich sehr viele Bürger VG-weit kenne, sowohl in meiner Altersgruppe als auch sehr viele alte Leute. Letzt genannte werden auch eine unserer Zielgruppen sein, denen es in verschiedenerlei Hinsicht gilt, hilfreich beiseite zu stehen, nicht nur mit Versprechungen, sondern auch mit Taten.

Sie sind Mitbegründer der Hahnheimer Partnerschaft mit der Gemeinde Varalja in Südungarn. Welche Bedeutung haben Reisen und fremde Kulturen für Sie?


Das stimmt, doch ich habe mich hier aus Gründen, die ich hier nicht näher schildern möchte, aus den partnerschaftlichen Aktivitäten zurück gezogen, da auch da in mancher Hinsicht nur das dabei sein und genannt werden zählt. Reisen und fremde Kulturen hatten erst spät Platz in meinen Urlaubsplänen, doch die nächsten Jahre haben meine Frau und ich noch einige Länder und Städte, wahrscheinlich aber nur innerhalb Europas vor zu bereisen. Ein fernes Land steht noch aus,
sofern es die Gesundheit zulässt: AUSTRALIEN!

Ich möchte Ihnen nachfolgend ein paar politische Stichwörter geben und bitte Sie um eine spontane Antwort:

Regenerative Energie:

Derzeit mein Lieblingsthema, nicht zuletzt deshalb, weil ich mit einer Firma aus Wörrstadt ( nicht JUWI, sondern einem Kooperationspartner) zusammenarbeite.

Elektroautos:

Sind derzeit für mich kein Thema, da z.Zt. noch viel zu teuer und für die Mehrzahl der Autofahrer nicht bezahlbar, auch die Technik ist noch nicht ausgereift, da noch viele Pläne in den Schubladen
liegen, wie mir ein Freund, der Elektronik-Ingenieur bei Opel ist gerade kürzlich geschildert hat.
Umweltschutz: Ein Aufgabe, welche für alle gleichermaßen wichtig sein sollte und deshalb sowohl für mich persönlich als auch für meine Bürgerliste für die nächsten Jahre auf der obersten Prioritätenliste stehen wird (siehe auch auch “regenerative Energie”).

Was würde ich in der VG als erstes ändern:

Wie schon vorgenannt erwähnt, die Parteienstrukturen versuchen, in den Mehrheiten zu durchbrechen bzw. zu verändern, damit nicht nur ein paar Leute einer Partei alles bestimmen, sondern wieder Politik gemacht wird, bei der alle an einem Strang ziehen können, dürfen, wollen
und es dann, wie ebenfalls schon erwähnt, nicht nur um persönliche oder parteiliche Begehrlich- keiten geht, sondern darum, bürgernahe Probleme mit Einbindung aller, die etwas zu sagen oder zu fragen haben anzupacken und auch zu lösen. Denn nur dann werden wir eine Chance haben, für die Zukunft unserer Kinder, Enkel und Urenkel eine Plattform zu schaffen, auf der es sich in einer heilen Umwelt auch noch gut leben lässt.

Vielen Dank für das Gespräch.

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